AUVs – die unbemannten Helden der Meeresforschung​​

Die Expedition der britischen Dampferkorvette „HMS Challenger“ um die Welt gilt als der Beginn der modernen Meeresforschung. Bereits 1872 haben hier die Forscher erstmals genaue Erkenntnisse über die Ozeane erhoben – von der Oberflächentemperator bis zur Beschaffenheit des Tiefseebodens.​

Was zum Ende des 19. Jahrhunderts noch mit Segelschiffen und Photographenkammern anfing, hat heute eine rasante Weiterentwicklung geschafft. Es gibt zwar immer noch Forschungsschiffe, die Ozeanforschung betreiben – doch diese sind teuer im Betrieb, und auch für die aktuellen Herausforderungen nicht mehr optimal geneignet. Vermehrte Offshore-Aktivitäten und Expansionen am Meeresboden für Tiefseekabel und Pipelines erfordern neue Lösungen, um die kritischen Infrastrukturen zu sichern. Dafür wurden in den vergangenen Jahren unbemannte Unterwasserfahrzeuge, sogenannte AUVs (Autonomous Underwater Vehicle) entwickelt. Diese haben viele entscheidende Vorteile: Sie können bei jedem Wetter und Seeaktivität in anspruchsvoller Umgebung eingesetzt werden, haben eine große Reichweite, sind klimafreundlich und können so auch in bislang unbekannte Tiefen am Meeresboden vordringen. ​

Dabei sind diese voll mit High-Tech: Egal ob 360 Grad Kamera, Sonare, Drucksensoren, Magnetometer, Laser-Scanner oder Ultraschallmessungen – AUVs erfassen ihre Umgebung präzise in 3D, erkennen selbst kleinste Schäden und navigieren auch bei Dunkelheit und starker Strömung zuverlässig durch komplexe Offshore-Strukturen.​